HaR 4 ist ein Träumchen
- Pro:
- Pfleger, Psychologen, Ärzte, Zimmer, Beschäftigungsmöglichkeiten
- Kontra:
- Essen
- Krankheitsbild:
- Schwere Depression und kPTBS
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Ich fühle mich sehr wohl auf Station HaR 4 und bin nach einem Suizidversuch hier gelandet. Das gesamte Pflegeteam erlebe ich als aufmerksam und engagiert. Die Psychologen sind absolut top und leisten wichtige Arbeit.
Es gibt Ergotherapie, Sporttherapie und eine Frühaktivität. Außerdem gibt es eine Depressionsgruppe, eine Achtsamkeitsgruppe und eine Skillsgruppe. Es läuft nach dem Motto: alles kann, nichts muss. Auch sehr positiv fällt mir auf, dass, anstatt Benzos zu verabreichen, die Anwendung von Skills klar im Fokus steht. Es gibt den ganzen Tag Wasser und Tee, Kaffee steht bis nachmittags zur Verfügung. Die Zimmer sind schön groß und hell und jedes Zimmer hat ein eigenes Bad. Man hat ein Bett, einen Beistelltisch und einen Schrank, den man mit dem Zimmerchip abschließen kann. Wenn die Zimmertür geschlossen ist, kann nur das Pflegepersonal rein. Das ist für traumatisierte Menschen absolut gut durchdacht! Die Putzkräfte leisten auch hier gute Arbeit und sorgen für Sauberkeit. Es gibt außerdem einen Raucherbalkon und einen Aufenthaltsraum mit Kicker. Dann gibt es noch einen Raum, in welchem klassische Spiele und Puzzle zu finden sind, aber auch eine Wii. Auch gibt es Malutensilien, ein Sitzfahrrad mit Fitnessmatten, sowie ein Keyboard und eine Gitarre. Und es gibt einen Ruhebereich mit gemütlichen Liegen und TV. Es gibt WLAN für Patienten. Ein Highlight ist das tolle Patientenbad mit Badewanne, welche man mit einem Badezusatz seiner Wahl nutzen kann. Es ist möglich Psychologen und Ärzte zu sprechen. Einziger Kritikpunkt ist das Essen, was ich als nicht sehr gesund empfinde, da es wenig Gemüse und Salat enthält. Morgens und abends ist oft kaum Brotbelag vorhanden. Sozialdienst ist auch vorhanden, genau wie eine Kleiderkammer, in welcher man günstig Kleidung erwerben kann. Das beste sind aber die Mitpatient:innen! Fazit: man braucht absolut keine Angst vor einer Akutstation haben, hätte ich das mal früher gewusst… Danke für alles <3


1 Kommentar
Als direkter Angehöriger bin ich auf das Heftigste von der Arroganz und der medizinischen Risikobereitschaft in der HAR4 schockiert.
Die Art und Weise, insbesondere das Tempo in dem hier Medikamente abgesetzt wurden, ist nach Rücksprache mit anderen Fachärzten mindestens als "ambitioniert" bis hochgefährlich zu bezeichnen und kann schlimmstenfalls sogar tödlich enden.
Frau Deimling und die Stationsärztin, die sich selbst als Neurologin und nicht etwa Psychiaterin auswies, übersahen körperliche Nebenwirkungen ihrer Entzugsmethode bishin zu Lähmungen.
Beide Damen scheinen zudem einer besonderen Neigung zu frönen, die sich darin äußert, dass ausgewählte Patientinnen diffamiert und gnadenlos psychisch attackiert werden. Dass Patientinnen das Arztzimmer tränenüberströmt verlassen und psychisch systematisch unter Druck gesetzt werden, stellt keine Ausnahme dar, sondern gehört hier zur Tagesordnung.
Dabei scheint vor allem die Oberärztin massive Machtphantasien auszuleben, wenn sie kleinste Nachfragen nach Behandlungsalternativen ständig mit einer Kritik an ihrer allwissenden Strategie verwechselt und dann umgehend mit einer richterlichen Verfügung zur zwangsweisen Einweisung in die geschlossene Abteilung droht.
Dabei spielt es dann auch keine Rolle, ob tatsächlich Suizidalität oder Fremdgefährdung vorliegt oder eben nicht.
Diese Frau nutzt ihre Position gnadenlos aus, um Kritik abzuschmettern und Patienten klein zu halten. Diese sind ihr dann aber leider auch auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.
Für meine Frau hätte der Aufenthalt hier potentiell tödlich enden können, wäre es uns nicht gelungen, am Wochenende bei der Ärztin vom Dienst die Entlassung zu erwirken.